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Debitorenlaufzeit und der Einfluss auf die Liquidität eines Unternehmens

12. Juni 2019

Debitorenlaufzeit und der Einfluss auf die Liquidität eines Unternehmens

Das Working Capital sollte positiv aber niedrig gehalten werden und die Liquidität sollte maximiert werden. Dieses Ergebnis stand in unserem letzten Blogeintrag über die Kennzahl „Working Capital“ fest. Heute möchten wir eine Kennzahl näher beleuchten, die wie keine andere einen direkten Einfluss auf die Liquidität des Unternehmens hat - die Debitorenlaufzeit. Wie immer befindet sich auch auf LinkedIn ein Video mit einer ausführlichen Beschreibung dieser Kennzahl.

Zunächst möchten wir kurz auf den Begriff Debitor eingehen. Debitoren, das sind Schuldner Ihres Unternehmens, die bei Ihnen Waren auf Kredit bezogen haben. In der Bilanz spiegelt sich der Gesamtwert dieser Debitoren, also aller noch offenen Zahlungen, im aktiven Posten „Forderungen aus Lieferung und Leistung“ wider. Kreditoren sind, im Gegensatz dazu, Gläubiger Ihres Unternehmens, denen Sie Zahlungen für erbrachte Leistungen schulden. Dieser Posten befindet sich auf passiver Seite unter der Bezeichnung „Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung“.

Die Debitorenlaufzeit also beschreibt die Dauer, in der Ihre Kunden die von Ihnen bereits erbrachten Leistungen bezahlen. Kurz gesagt: der Zeitraum zwischen Rechnungsstellung und Zahlungseingang. Berechnet wird diese Kennzahl folgendermaßen:

Debitorenlaufzeit (DSO)

Um nun mithilfe der Debitorenlaufzeit Einfluss auf die Liquidität zu nehmen, gilt es diese Kennzahl zu verkleinern, also den Zeitraum bis zum Zahlungseingang zu verringern. Dazu möchten wir gerne zwei Maßnahmen vorstellen:

1. Die Überarbeitung der AGBs: In den Allgemeinen Geschäftsbedingungen können Sie schlichtweg das Zahlungsziel Ihrer Kunden verkürzen und so die Debitorenlaufzeit reduzieren. Sie fordern Ihre Kunden somit auf, früher Ihre Rechnungen zu begleichen.

Sollten Sie bereits kurze Zahlungsziele in Ihren AGBs verankert haben, Ihr Kunde diese Ziele dennoch nicht einhalten, so könnte Ihnen Maßnahme 2 helfen:

2. Forderungsmanagement verbessern: Wege das Forderungsmanagement zu verbessern beinhalten die Einführung eines Mahnwesens und Inkassos, die Einbindung des Vertriebs in das Forderungsmanagement und/oder Factoring.

Da die Liquidität die Lebensader eines jeden Unternehmen darstellt, lohnt es sich unbedingt genau zu prüfen, ob oben genannte Maßnahmen für das eigene Unternehmen Sinn ergeben. Um die Wichtigkeit dieser Kennzahl weiter zu betonen, werden wir in den nächsten Wochen und Monaten weitere Videos, Blogs und Newsletter zu diesem Thema und den oben genannten Kennzahlen veröffentlichen.

Nächste Woche beleuchten wir die Kennzahl „Kreditorenlaufzeit“, über die Sie sich, bei Interesse und in Form eines Videos auf LinkedIn, bereits informieren können.

Vielen Dank für Ihr reges Interesse!

Hier geht’s zur Debitorenlaufzeit auf LinkedIn

Autor: Maximilian Derwald

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